Vorsicht: Kindergelderhöhung

Das Kindergeld, dass nur für Familien oberhalb der Armutsgrenze bestimmt ist, ist ab Januar 2015 erhöht worden. Die laufenden Zahlungen sollen ab September erfolgen; der bis Januar rückwirkende Angspruch soll, so teilt die Bundesanstalt für Arbeit mit, bis Oktober in einer Summe nachgezahlt werden.

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Hartz4-Berechtigte sollten jetzt mindestens kleine Rücklagen bilden, denn sie müssen befürchten, dass die Jobcenter wie immer chaotisch und uneinheitlich auf diese theoretische Nachzahlung reagieren und zum Beispiel die Summe, die nachgezahlt wird, bereits vor dem tatsächlichen Zufluss anrechnen oder dies zunächst vergessen und dann später doppelt absetzten — Erwerbslose kennen die Tiefen der Chaos-Bürokratie.

Für nicht Betroffene und noch nicht Informierte der klärende Zusatz: Kindergeld wird auf Hartz 4 angerechnet, mindert also den Anspruch auf Grundsicherung.

Für alle die Forderung: Lasst uns Kindergeld komplett abschaffen. Es ist nicht Aufgabe des Staates, in die Familienplanung einzugreifen. Schon gar nicht ist es Aufgabe des Staates, selektiv nur Familien zu fördern, die nicht mit dem „Sozialhilfe-Gen“ belastet sind, meint die Unterstellung, dass Hartz4-Familien ja eh nur wieder Hartz4-Empfänger erzeugen und das Kindergeld für arme Familien deshalb ein „falscher Anreiz“ sei.

Statt Kindergeld, Betreuungsgeld, Erziehungsgeld, Sozialgeld, Schulförderung, Kindergartenförderung und so weiter und so weiter: Bedingungsloses Grundeinkommen für alle Kinder einführen. Oder soll der christlich/sozialistische Anspruch: Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen, auch für Kinder gelten?