Jobcenter Aachen verspricht, an Transparenz festzuhalten

Münster / Aachen Das Oberverwaltungsgericht Münster hat für Nordrhein-Westfalen entschieden, dass Telefonlisten nicht veröffentlicht werden müssen, berichtete gestern die WAZ. Dabei argumentierte das Oberverwaltungsgericht damit, dass Spontananrufe die Arbeit stören würden.

Das Jobcenter der Städteregion Aachen erklärte gegenüber dem Joycenter.net auf Nachfrage, dass es trotz des Urteils an der Transparenz festhalten will und die Telefondurchwahlen weiterhin im Netz veröffentlichen wird. Auch wenn dies wenig bringt, um seinen Sachbearbeiter in Leistungsangelegenheiten zu erreichen, da hier regelmäßig der AB anspringt mit dem Hinweis auf das Callcenter in Duisburg, so hat man durch diese Liste auch die einfache Möglichkeit das jeweilige Team zu erkennen und damit auch den jeweiligen Teamleiter. Das Joycenter.net begrüßt deshalb, dass das Jobcenter der Städteregion die Listen weiterhin veröffentlichen will, auch ohne gesetzlich dazu gezwungen zu sein.

2 Gedanken zu “Jobcenter Aachen verspricht, an Transparenz festzuhalten

  1. Ist dieses unterwürfige Geschreibe ernst gemeint? Was hat diese angebliche Transparanz für einen Wert, wenn sich der verantwortliche Mitarbeiter des Jobcenters Aachen hinter seinem AB verstecken kann, der betroffene mit eine Callcenter telefonieren muss und ein Rückruf in den meisten Fällen nicht erfolgt? Ich sehe da nun wirklich NICHTS, was man begrüßen könnte. Die Abschottungspolitik der JC geht weiter. Erscheinen ohne Meldetermin = Fehlanzeige. Sog. Notfallsprechstunden sind blanker Hohn angesichts der Nachfrage. Man erinnere sich nur, dass man einst 30 Minuten Notfallsprechstunden von Seiten des JC Aachen als angemessen erachtete. Und letztendlich urteilt die Haus- und Hofjustiz des JC Aachen dann auch noch so http://www.justiz.nrw.de/JM/Presse/presse_weitere/PresseLSG/15_06_2015_/index.php Aber ist ja alles super transparent…

    • Die Notfallsprechstunde dauert immer noch nur 30 Minuten — in den Außenstellen.

      Ich lobe das Jobcenter, wann immer ich Gelegenheit dazu habe. Mit „Unterwürfigkeit“ hat das nichts zu tun. Sicher hast du Recht — ich schreibe es ja selbst — dass die Nummer zu wissen nicht viel bringt, wenn keiner rangeht. Aber immerhin kann man eben den Teamleiter anhand der Liste herausfinden. Und der (unter uns) geht meist auch ans Telefon. Ich begrüße, dass das Jobcenter nicht sofort die Liste wieder aus dem Internetauftritt entfernt, wie z.B. Köln. Dass sich das Sozialgericht für Hausverbote nicht zuständig erklärt, habe ich gelesen, ob sie HIER richtig oder falsch liegen, weiss ich nicht. Was ich aber weiss ist tatsächlich, dass wir offenbar eine „Haus- und Hofjustiz“ tatsächlich haben. Es gibt einen „Stammtisch“ zwischen der Geschäftsführung des Jobcenters und Sozialrichtern. Wie genau diese nicht transparenten Treffen ablaufen und WIE genau da Recht gebeugt wird, weiss ich nicht.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.