Man kann nicht nicht kommunizieren. Ein Gericht sieht das anders.

Von Paul Watzlawick stammt der berühmte und vor allem auch richtige Satz, dass man nicht nicht kommunizieren kann. Ein Sozialgericht sah das anders und gab einem Jobcenter Recht, das die Weigerung eines Erwerbslosen, mit seinem Sachbearbeiter zu reden als Meldepflichtversäumnis wertete, obwohl er pflichtgemäß zum Termin erschienen war.

Lächerlich wie das gesamte SGB2 samt zugehöriger „Recht“-Sprechung durch die Klassenjustiz. Denn: wo will das Gericht hier eine Grenze ziehen? Hätte der Betroffene geredet, aber nicht so wie gewünscht, wäre das dann ebenfalls als „nicht ernste“ Gesprächsführung sanktioniert worden? Und vor allem: wie soll so ein Zwangsgespräch irgendwie hilfreich sein und jmd. aus der Erwerbslosigkeit herausbringen?