Das krasseste unglaublichste Argument gegen Bedingungsloses Grundeinkommen.

Da ich nächste Woche einen kritischen Vortrag zu den Tafeln® halte, bin ich auf eine Talkshow vom Juni 2013 zur diesen Tafeln® aufmerksam geworden. Besonders positiv fiel mir darin die häufig von Hartz 4 lebende Schauspielerin Bettina Kenter auf. Sie war seit langem der erste (in ihrem Fall nicht nur so genannt) Experte, dem ich nicht spätestens nach 2 Minuten Labern eine Ohrfeige geben wollte.

Ein Mensch, dem ich dagegen hätte pausenlos für (ohne Übertreibung) beinahe jeden Satz hätte ohrfeigen wollen, war der NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider.

Der Gipfel war aber sein Argument gegen die Einführung von Bedingungslosem Grundeinkommen. Da der Moderator genau in dem Moment auf das Thema BGE kam, als der fette Minister behauptete, dass ja nahezu 100% der Erwerbslosen sehr gerne Arbeit hätten, konnte dieser Mensch nicht mit dem Argument „Dann arbeitet keiner mehr“ kommen. Zudem bat der Moderator dann noch, das zweite Totschlagargument der Idioten beiseite zu lassen, das sei nicht finanzierbar.

So antwortete Schneider schließlich:

Viele würden dann sagen: „Ja Gott, ich warte das mal ab, was ich für Angebote bekomme und suche mir etwas aus. Und wenns mir nicht passt, habe ich ja das besinnungslo — äh bedingungslose Grundeinkommen.“

Schneider lehnt also BGE genau aus dem Grund ab, aus dem fast alle Befürworter es richtig und wichtig finden, dass Menschen dann nicht mehr gezwungen wären, jeden Job, unabhängig von ihren Interessen, den Arbeitsbedingungen usw. anzunehmen.

Zwar kennen wir ja alle so Sprüche, dass dann niemand mehr die Drecksarbeit machen wolle. (Das dritte dumme Totschlargument)

Aber dass es einen Arbeitsminister stören darf, dass sich ein Arbeitnehmer mal einen Job vorher wenigstens ansieht wie ein Job ist und ob er ihm liegt, bevor er ihn annimmt, ohne dass am nächsten Tag alle! seinen Rücktritt fordern, zeigt, in welch verkommener Republik wir leben.

Vielen Dank an den Moderator. Es ist ihm gelungen die Fratze dieses Politikers sichtbar zu machen. Leider nur scheinen all zu viele Deutsche immer wieder die hässliche Fratze zu lieben, verwechseln sie womöglich mit einen Spiegel, in den sie schauen.