Jetzt starten auch wir in die Spargelsaison

Liebst du Spargel? Dann geht es dir wie mir, seitdem ich weiss, worauf es ankommt, nämlich wie so oft: auf die Qualität schon beim Einkauf.  Spargel vom Discounter hat of nicht nur bereits eine lange Reise etwa aus Griechenland hinter sich, sondern vergammelt dann auch noch tagelang in ungekühlten Gemüse-„Wühl“-Theken der Supermärkte. Solchen Spargel kann man vergessen. Worauf man achten muss: Frische Spargelstangen quietschen, wenn man sie aneinander reibt, sie brechen leicht durch und das Schnittende ist noch feucht (wenn man es zusammendrückt). Solchen Spargel bekommt man am besten auf dem Wochenmarkt oder noch besser direkt vom Bauern.  Etwa hier in Würselen, wo der Spargel allerdings derzeit laut einem Video von WDR-Lokalzeit kaum unter 10 EUR das Kilo zu haben ist.  Huch! Dann doch lieber zu dem Billigkram greifen?

Nein: Mein Vorschlag lautet, wie so oft, wenn es um hochpreisige Lebensmittel geht: KDH — Kauf die Hälfte (oder noch weniger).  So lautet die übliche Mengenangabe bei Spargel etwa 500 Gramm pro Person. Nimmt man aber nur die Hälfte, so ist man also derzeit mit etwa 2 Euro Wareneinsatz dabei.  Okay, das ist für einen H4-Empfänger immer noch viel. Aber es muss ja auch nicht jeden Tag sein. Und ich finde es übrigens viel schöner, wenn ich nach dem Essen mich schon aufs nächste Spargelessen freue, als wenn ich mich damit so vollgefressen habe, dass ich sage: Okay. Nächstes Jahr dann mal wieder, vielleicht.

Ein Rezept spare ich mir hier mal, es gibt ja jede Menge im Netz zu finden. Meine Empfehlung: wenn es mit Sauce Hollandaise sein soll, bitte bitte den schönen Spargel nicht mit Tütensauce beleidigen, sondern selbst machen: Sie ist ganz einfach, wenn man sich Zeit lässt  — und die haben wir ja. Glücklicherweise.